Österreichischer Kinderschutzbund - Verein für gewaltlose Erziehung

Kinder sind unschlagbar

Aktuelles Engagement des Österreichischen Kinderschutzbundes in Sachen "Kinderunsensible Werbung"

Anfrage von Dr. Christian Vielhaber, Österreichischer Kinderschutzbund an das Unternehmen "Mömax"

sehr geehrtes marketing team,

ich darf mich in meiner funktion als präsident des österreichischen kinderschutzbundes an sie wenden und hoffe mit meinem anliegen auf verständnis zu stoßen. es ist mir schon klar, dass sie ihre tv-werbespots entsprechend dem image inszenieren, das sie um ihre marke herum aufgebaut haben: jung, frech, anders. dabei sind zwei spots frei gegeben worden, die unserer meinung nach eine völlig unzulässige botschaft suggerieren: in einem land wie österreich, in dem seit mehr als 20 jahren ein gesetzliches gewaltverbot gegenüber kindern gilt (§146 a abgb), scheint es uns einfach unakzeptabel, einen spot, der auf physische gewalt und gegengewalt (schulszene) und einen anderen, der auf psychische gewalt setzt (einem kind wird von seinen großeltern enormes seelisches leid zugefügt), als verkaufsfördernde maßnahme einzusetzen. wir sind davon überzeugt, dass sie ihre diesbezügliche marketingstrategie nicht vor dem hintergrund der uns so wichtigen perspektive der gewaltprävention durchdacht haben und ersuchen sie deshalb, beide spots aus dem programm zu nehmen. wir sind der auffassung, dass es viele möglichkeiten gibt, sich als unternehmen "jung, frech und anders" darzustellen, auch ohne szenarien zu schaffen, die kinder als opfer oder fast noch schlimmer als gewalttäter erscheinen lassen.

ich würde mich über eine stellungnahme ihrerseits sehr freuen, die zeigt, dass unsere bedenken ernst genommen werden und kann ihnen versichern, dass ich mich über einen neuen smarten, lässigen aber gewaltfreien spot sehr freuen würde.

mit einem dankeschön im vorhinein für ihre reflektierte stellungnahme verbleibe ich mit herzlichem gruß,

ihr christian vielhaber

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