Österreichischer Kinderschutzbund - Verein für gewaltlose Erziehung

Kinder sind unschlagbar

Auszüge aus unserer Zeitung KINDERSCHUTZ AKTIV.

Editorial Kinderschutz Aktiv Nr. 94

Es fällt auf, dass Kindern heute mehr als je zuvor Grenzen auferlegt sind. Ihre Aktionsräume werden begrenzt, weil es gefährlich geworden ist, sich außerhalb definierter Grenzen zu bewegen; ihre Spielzeiten werden begrenzt, weil viele angeblich so wichtige Dinge auch bereits für unsere kleinen Mitmenschen zu erledigen sind oder auch, weil die erwachsenen Mitmenschen nicht mehr Betreuungszeit zur Verfügung stellen können, denn schließlich haben sie ja auch Verpflichtungen, auf die sie schauen müssen; ihre Fantasien werden begrenzt, weil die unermessliche Weite kindlicher Vorstellungskraft vorgeschriebenen Instruktionspfaden geopfert wird, deren Benützung mit dem leicht verfügbaren Einstieg in digitale Welten belohnt wird; ihre Freude an kleinen Dingen wird begrenzt, weil eine ganze Marketingmaschinerie darauf aus ist, ihnen beizubringen, dass das immer Größere erstrebenswert ist; ihre sprachliche Ausdruckskraft wird begrenzt, weil Ab- und Verkürzungen die Qualität von Zeitgutschriften zugeschrieben werden, ohne zu bedenken, dass diese Begrenzung Sprachlosigkeit dort auslöst, wo die Fähigkeit, die richtigen Worte zu finden, noch vieles zum Besseren hätte wenden können.

Ich könnte diese Aufzählung noch seitenweise fortführen, doch es geht mir nicht um eine umfassende Dokumentation und Kategorisierung der vielen Begrenzungen, die wir heute unseren Kindern auferlegen, es geht mir darum, sie als Erwachsene zu bitten, beim Gebrauch des Wortes „Grenzen“ in Bezug auf Kinder Vorsicht walten zu lassen. Es gibt praktisch keinen Erziehungsratgeber, der nicht darauf hinweist, dass unseren Kindern ihre Grenzen gesetzt werden müssen. Doch sind nicht, wie oben gezeigt, viele dieser vermeintlich notwendigen Begrenzungen kindlicher Lebenswelten, eigentlich Produkte, die auf Entscheidungen von Erwachsenen zurückgehen und zwar immer mit der Überlegung materielle Vorteile zu erzielen? Wer bewusst oder unbewusst Kindern immer mehr Grenzen setzt, kann ihnen gegenüber immer weniger offen auftreten – und noch etwas: wenn Sie der Überzeugung sind, dass die Akzeptanz von Grenzen auch sehr hilfreich sein kann, um sich in einer zunehmend komplizierter werdenden Welt orientieren zu können, dann zeigen sie durchaus Grenzen auf. Es sollten aber die Grenzen dessen sein, was sie selbst zu ertragen bereit sind, was sie für sich selbst als wichtig erachten. Argumentieren sie nicht, dass sie den Kindern ihre Kindergrenzen aufzeigen wollen. Das wäre ein Ding der Unmöglichkeit, denn was wissen wir schon über die Grenzen unserer Kinder? Apropos Grenzen für Kinder! Der Sommer steht vor der Türe und damit Ferienzeit für viele – lassen Sie ihren Kindern in dieser Zeit ihr Leben ein wenig grenzenloser gestalten als üblich. Sie haben es sich verdient.

....und noch ein Nachsatz in Bezug auf Grenzen. Die „Tetschn“- Bemerkung eines gewissen Herrn Scheuch aus Kärnten hat eine massive Ablehnungsfront durch ganz Österreich erkennen lassen. Hier wurde nach Meinung vieler eindeutig eine Grenze überschritten und so sahen dann auch die Reaktionen aus – eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Einen schönen Sommer wünschtngeblich so wichtige Dinge auch bereits für unsere kleinen Mitmenschen zu erledigen sind oder auch, weil die erwachsenen Mitmenschen nicht mehr Betreuungszeit zur Verfügung stellen können, denn schließlich haben sie ja auch Verpflichtungen, auf die sie schauen müssen; ihre Fantasien werden begrenzt, weil die unermessliche Weite kindlicher Vorstellungskraft vorgeschriebenen Instruktionspfaden geopfert wird, deren Benützung mit dem leicht verfügbaren Einstieg in digitale Welten belohnt wird; ihre Freude an kleinen Dingen wird begrenzt, weil eine ganze Marketingmaschinerie darauf aus ist, ihnen beizubringen, dass das immer Größere erstrebenswert ist; ihre sprachliche Ausdruckskraft wird begrenzt, weil Ab- und Verkürzungen die Qualität von Zeitgutschriften zugeschrieben werden, ohne zu bedenken, dass diese Begrenzung Sprachlosigkeit dort auslöst, wo die Fähigkeit, die richtigen Worte zu finden, noch vieles zum Besseren hätte wenden können. Ich könnte diese Aufzählung noch seitenweise fortführen, doch es geht mir nicht um eine umfassende Dokumentation und Kategorisierung der vielen Begrenzungen, die wir heute unseren Kindern auferlegen, es geht mir darum, sie als Erwachsene zu bitten, beim Gebrauch des Wortes „Grenzen“ in Bezug auf Kinder Vorsicht walten zu lassen. Es gibt praktisch keinen Erziehungsratgeber, der nicht darauf hinweist, dass unseren Kindern ihre Grenzen gesetzt werden müssen. Doch sind nicht, wie oben gezeigt, viele dieser vermeintlich notwendigen Begrenzungen kindlicher Lebenswelten, eigentlich Produkte, die auf Entscheidungen von Erwachsenen zurückgehen und zwar immer mit der Überlegung materielle Vorteile zu erzielen? Wer bewusst oder unbewusst Kindern immer mehr Grenzen setzt, kann ihnen gegenüber immer weniger offen auftreten – und noch etwas: wenn Sie der Überzeugung sind, dass die Akzeptanz von Grenzen auch sehr hilfreich sein kann, um sich in einer zunehmend komplizierter werdenden Welt orientieren zu können, dann zeigen sie durchaus Grenzen auf. Es sollten aber die Grenzen dessen sein, was sie selbst zu ertragen bereit sind, was sie für sich selbst als wichtig erachten. Argumentieren sie nicht, dass sie den Kindern ihre Kindergrenzen aufzeigen wollen. Das wäre ein Ding der Unmöglichkeit, denn was wissen wir schon über die Grenzen unserer Kinder? Apropos Grenzen für Kinder! Der Sommer steht vor der Türe und damit Ferienzeit für viele – lassen Sie ihren Kindern in dieser Zeit ihr Leben ein wenig grenzenloser gestalten als üblich. Sie haben es sich verdient. ....und noch ein Nachsatz in Bezug auf Grenzen. Die „Tetschn“- Bemerkung eines gewissen Herrn Scheuch aus Kärnten hat eine massive Ablehnungsfront durch ganz Österreich erkennen lassen. Hier wurde nach Meinung vieler eindeutig eine Grenze überschritten und so sahen dann auch die Reaktionen aus – eine durchaus erfreuliche Entwicklung.

Einen schönen Sommer wünscht

Christian Vielhaber

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